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Dienstag, 9. März 2010

Brüderchen unterwegs in der großen, weiten Welt ...Teil 6

Spielbericht vom Pokalspiel SK Windhoek - Turan Magic


SKW steht im Achtelfinale


Der Sport-Klub Windhoek erreichte mit dem Deutschen Marcus Jahn begin_of_the_skype_highlighting end_of_the_skype_highlighting am Freitagabend nach einem spannenden Spiel (2:2) 8:7 nach Elfmeterschießen gegen den Zweitligisten Tura Magic vor 2000 Zuschauern das Achtelfinale im namibischen Pokal (Leo-NFA-Cup).


Der Sport-Klub hatte auf dem Zettel einen vermeintlich leichten Gegner gezogen. Doch wieder einmal bestätigte sich die Fußballerweisheit, dass „der Pokal seine eigenen Gesetze hat.“


Die Gäste konnten dem Premier-League-Klub aus Windhoek spielerisch und kämpferisch über weite Strecken des Spiels Paroli bieten und hätten fast für eine Überraschung gesorgt. Doch der Erstligist Sport-Klub Windhoek wollte die Gelegenheit im Leo-Cup nutzen, um sich für die heftige Niederlage im vergangenen Meisterschaftsspiel gegen den Ortsrivalen Civics FC (3:0) zu rehabilitieren. Dementsprechend machte der derzeitige Tabellen-7. der MTC Premier-League von Beginn an Druck und versuchte seiner Favoritenrolle gerecht zu werden. In der 16. Minute setzte der Ex-Mainzer Marcus Jahn begin_of_the_skype_highlighting end_of_the_skype_highlighting auf der linken Seite zum sehenswerten Sololauf an und bereitete mit einer präzisen Flanke die 1:0 Führung des SKW, durch eine risikoreiche Direktabnahme von Gute Korukuve, vor.


Mit viel Selbstvertrauen wollte der Hauptstadtklub eine frühe Vorentscheidung herbeiführen und konnte mit tollem Kombinationsspiel in der Offensive überzeugen. So war es nur eine Frage der Zeit, wann das zweite Tor für den namibischen Fußballmeister von 1966 fallen würde. Der sehr agile und spielfreudige Gustav Isaak setzte sich in der 24. Spielminute über den linken Flügel eindrucksvoll durch und sah vor des Gegners Gehäuse den freistehenden Renè Traut, der per Kopfball auf 2:0 für den Hauptstadtklub erhöhte.


Nachdem Seitenwechsel kam der Zweitligist Tura Magic mit viel Elan aus der Kabine und es schien als ob der SKW einen Gang zurückschaltete. In einer hektischen Anfangsphase der zweiten Halbzeit konnte der Tabellenführer der Namibia Nationwide First Division (NWFD, 2.Liga) durch einen groben Abwehrschnitzer des Gastgebers auf 2:1 verkürzen. Fortan kamen die Gäste immer besser ins Spiel und führten den SKW einige Mal durch Mittelfeldpressing vor. Mehrere gefährliche Angriffszüge der Gäste konnte die stabile Viererabwehrkette um den vor dem Spiel von Nationaltrainer, Tom Saintfiet, für das Länderspiel (13. März) auf den Seychellen ins Namibische Nationalteam berufene Ralph Ellinger abwehren. In einer turbulenten Schlussviertelstunde überschlugen sich die Ereignisse. Nach einem normalen Zweikampf ließ sich der SKW-Spieler Gunter von Hundelshausen zu einer Tätlichkeit an seinem Gegenspieler hinreißen und sah vom Schiedsrichter folgerichtig die Rote Karte.


Vor den Augen des Präsidenten des Kontinentalverbandes Afrika (CAF), Issa Hayatou, konnte der Zweitligist nach einem Eckball zum 2:2 Unentschieden ausgleichen, wobei der SKW-Schlussmann in dieser Situation nicht glücklich agierte. Das Spiel lief nur noch in eine Richtung, so dass der SKW mit einem Mann weniger sich nur noch auf die Abwehrarbeit konzentrierte. Nach einem harmlosen Zweikampf im Mittelfeld musste der SKW einen weiteren Platzverweis verkraften. Der SKW-Kapitän Sledge Gowaseb sah in der 80. Minute die „Ampelkarte“ und erwies dem von nun an nur noch mit neun Mann spielenden SKW einen Bärendienst. Mit Mann und Maus brachte der Erstligist das 2:2 Unentschieden über die Zeit und rettete sich ins anschließende Elfmeterschießen.


Trotz eines vergebenen Elfmeters des ehemaligen deutschen Junioren-Nationalspielers und SKW-Neuzugangs Marcus Jahn begin_of_the_skype_highlighting end_of_the_skype_highlighting stand die „Fortuna“ auf Seiten des Gastgebers. Nach zwei Fehlschüssen der Gäste und nach einem hochemotionalen Spiel durften sich die SKW-Verantwortlichen über den Einzug ins Pokal-Achtelfinale freuen. „Meine Mannschaft hat am Ende mit neun Mann aufopferungsvoll gekämpft. Ich bin stolz auf mein Team und denke, dass uns dieser Erfolg für die restlichen vier Spiele in der Meisterschaftsrückunde noch einmal einen entscheidenen Push geben wird“, ein sichtlich erleichterter SKW-Cheftrainer Richard Starke. Aber auch NFA-Präsident John Muinjol war mit dem spielerischen Niveau des Zweitligisten zufrieden: „Wieder einmal hat eine unterklassige Mannschaft zeigen können, dass der Abstand zu den namibischen Erstligisten nicht mehr ganz so groß ist und das der Fußball in diesem Land wieder einen großen Schritt nach vorn gemacht hat. Ich denke wir sind hier auf einem guten Weg.“


Erst 31. März 2010 wird der 19. Spieltag in der MTC Premier League, aufgrund des am 21. März dazwischenliegenden Nationalfeierwochenendes, angepfiffen. Dann feiert die Republik Namibia Ihren 20. Jahrestag Ihrer Unabhängigkeit.


M.J.

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