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Mittwoch, 9. Juni 2010

Deutschland und die Welt ...Teil 7

Tour de Berlin avec de Fahrrad dans le Bahn


Bin gestern am Zoo gewesen. Mit der S-Bahn. Mein Vorhaben war es zum Store des Deutschen Sportausrüsters mit den 3 Streifen vorzudringen. Habe ich auch geschafft, mein Ziel also erreicht. Ein Paar Schuhe mitgenommen und dann wieder Richtung Heimat. Auf der Rückfahrt kam mir dann der Gedanke, man kann die Strecke, von mir bis zum Zoo, doch auch mit Fahrrad zurücklegen. Machen doch viele Menschen. Nicht gleich 'huääääähhhh' schreien und sich wundern, wer denn die 24 S-Bahnstationen mit dem Fahrrad fährt. Die Strecke mit dem Fahrrad zurücklegen heißt ja nicht, dass man dabei auf seinem Fahrrad sitzen und sich abstrampeln muss. Man kann nämlich auch, so wie die kleine untersetzte Frau mit dem Helm, seinen Drahtesel in den Berliner Gesindelcontainer schieben und die eh schon überfüllte Bahn damit komplett bis auf den letzten Platz ausreizen. Natürlich darf man sein Fahrrad da mit reinnehmen, habe ich nichts dagegen. Wenn das nur Frau Untersetzig gemacht hätte, dann hätte auch niemand was gesagt. Aber wenn sich nachmittags um 1600, zu einer Zeit, wo ungefähr alle Menschen der ganzen Welt mit der Berliner S-Bahn fahren, eine Seniorenradlergruppe von handgezählten 14 Personen plus unsere pummelige Miss Untersetzig reinzwängt, dann Frage ich mich, ob denn das Denken ab 70 Jahren verboten ist. Ich meine so viel Hirn muss man doch haben und erst recht mit einer Lebenserfahrung von mehr als sechs Dekaden, dass man sich nicht mit seinem Seniorenradlertross inklusive namensgebender Gefährte, bei 4048°C, in einen mit von der Arbeit kommenden Menschen überfüllten Menschenmassentransportwagon, hineindrückt. Also, normalerweise sollte man so viel Hirn haben...hatte natürlich einige Vorteile das enge Beisammenstehen. Man konnte nicht umkippen, zumindest nicht ohne sich den Schädel am Lenker eines Fahrrads einzuschlagen und man hatte nicht nur den Schweißgeruch von den Arbeitern in der Nase, sondern auch den der…oaahh, mir war grad schwarz vor Augen. Jedenfalls war das eine sehr tolle Fahrt und ich wurde auch kein bisschen aggressiv, weil da um die 23934933 Räder um mich herum standen und ich nicht mal die Möglichkeit hatte mich an irgendeiner Befestigung in der Bahn festzuhalten. So kam ich zu dem Entschluss, dass ich die Strecke auch mal mit dem Fahrrad zurücklegen muss. Aus Prinzip, aus Trotz, aus Protest! Weil die dürfen das ja auch und gehen mir auf den Beutel, also darf ich das auch! Gleich morgen geht’s los…

Dies ist eine Erzählung in der sich mein persönlicher Aggressionsfaktor im Laufe der Zeit steigert, weil mir erst beim Schreiben bewusst wurde, wie dämlich Menschen doch sein können und dass ausgerechnet ich wieder mittendrin war. Verbale Vergehen und nicht jugendgerechte Formulierungen bitte ich zu entschuldigen, falls vorhanden.

S.J.

Kommentare:

  1. Hallo Stevi,wieder geil dein Artikel.Mach weiter so.

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  2. kann ich mich nur anschließen, einfach top!

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  3. Wann kommt denn mal wieder ein neuer Artikel von Dir???

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