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Montag, 11. Oktober 2010

Aus dem Leben ...Teil 21

Menschen

Es gibt kleine Menschen und große Menschen. Menschen, bei denen die Beine weiter hinten sind und dünne Menschen. Weiße Menschen, dunkelhäutige Menschen. Schlaue Menschen, intelligenzschwache Menschen. Junge Menschen, alte Menschen und alte Menschen die jung sein wollen, dank der neusten Schönheitsoperationsmöglichkeiten das zumindest auch optisch schaffen. Arme Menschen und wohlhabende Menschen. Menschen, die sich den Wecker stellen, dass sie pünktlich zur Arbeit erscheinen und Menschen, die sich den Wecker stellen, um pünktlich in ihren Hartz-Quatro Tag zu starten. Diese und noch viel mehr Gruppen von Menschen gibt es auf unserem Weltball, der sich Erde schimpft. Und fast jeden Tag, lernt man wieder eine neue Menschenrasse kennen und staunt jedes Mal aufs Neue, wie einige Menschen es geschafft haben bisher unbeschadet durchs Leben zu gelangen. Manche Menschen sind sogar so einfach gestrickt, dass die ihre Sorgen einfach vergessen. Nicht, weil die das wollen, sondern, weil die das müssen. Denn sonst wäre kein Platz mehr im Hirn, um sich die wirklich wichtigen Dinge, wie sich anziehen, sein Geschäft zu erledigen oder das einfache Atmen merken zu können. Diese Menschen leben nicht unbedingt schlechter, eher besser. Denn alles, was den koordinierten Ablauf der Grundhandlungen des menschlichen Organismus irgendwie negativ beeinträchtigen könnte, wird vergessen und einfach abgeworfen, wie lästiger Ballast bei einer Besteigung des Mount Everest, um den Kletterer nicht unnötig zu belasten und das Absturzrisiko seiner Person so gering, wie möglich zu halten. Und um wieder auf unseren unterdurchschnittlichen Typ Mensch zu kommen, der behält sich nur das Wichtigste, vergisst automatisch den Rest und man kann ihm deswegen nicht mal Vorwürfe machen, weil man ja froh ist, dass er nicht das Atmen oder Spucke runterschlucken vergessen hat. Man kann eigentlich nicht nur froh sein, sondern auch ein bisschen stolz. Stolz auf den Menschen, weil der es dann immerhin schafft, sich am Leben zu halten und stolz auf sich selbst, weil man ein oder zwei Dinge mehr drauf hat, als dieser Typ. Schlimm wird’s nur, wenn man beim Fähigkeiten vergleichen merkt, dass man eigentlich auch nicht viel mehr kann. Vielleicht sogar noch weniger. Aber dann sollte man sich zu Hause verstecken und sich von der Außenwelt abschotten und sich nur über das Internet auf dem Laufenden halten, um den anderen Menschen nicht ungewollt wehtun zu können oder so.

S.J.

Kommentare:

  1. Stevi,supi Artikel.Möchte noch viel mehr von dir lesen.Freue mich jedes mal,wenn etwas Neues auf deiner Seite ist.

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  2. Man das ist einfach der Hammer wie du schreibst! Meeeeehr davon!

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