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Freitag, 10. Dezember 2010

Aus dem Leben ...Teil 24

Modeerscheinung

Was ist beschissener als Weihnachten, Kälte und Schnee? Richtig, alle drei Dinge zusammen. Und weil in diesem Jahr diese drei Hassobjekte wieder im Gleichschritt als Winter getarnt, angelatscht kommen, suche ich meine Laune zurzeit wieder vergebens oberhalb der unter mir freistehenden Kellerwohnung. Wer braucht das denn eigentlich? Hier, die Kälte, wofür is‘n die gut? Versteh ich nicht. Alle reden immer von globaler Erwärmung, aber wo ist die denn, wenn man die mal braucht? Aktuell, wenn man zum Beispiel aufm Bahnhof steht und wartet bis der knapp 90 minütig verspätete Regionalexpress eintrifft. Nichts ist da mit warm. Arschkalt ist es! Hab da so eine leise Ahnung, in Wirklichkeit ist das doch nur eine Modeerscheinung, einfach nur eine Gruppe von Wörtern, die sich total klug und gefährlich anhören, aber in der Realität nicht existent sind. Denn so ein riesen Problem, für das es die Wissenschaftler immer halten, kann es gar nicht sein, denn sonst wär es auch im Winter gegenwärtig und nicht nur im Sommer, wenn der Planet wieder zu verbrennen droht!

Weihnachten? Muss ich nicht wirklich nochmal erklären, oder? Haben wir ja letztes Jahr ausführlich drüber debattiert (Text „Oh, du Fröhliche…“, November 2009). Das war das mit dem „jeder-mag-jeden-und-Friede-Freude-Eierkuchen-Syndrom“…

Abschließend: Schnee. Könnte kotzen. Immer und überall Schnee. Du kannst ja keine 3m mehr mit dem Auto fahren, bist ja nur am schlittern und die Sicherheit der Autofahrer liegt in der Hand der Lottofee. Mein Daddy hat mir letztens bei einem 104 minütigem Telefonat mitgeteilt, dass er seine zur Weihnachtszeit angedachte Weltreise canceln muss und lieber Urlaub in Dresden macht. Dazu muss ich noch sagen, dass er 30 Minuten entfernt von Dresden wohnt. Das ist quasi so, wie wenn Marzahner Urlaub in Strausberg machen, oder Luckenwalder in Cottbus. Also, kannst auch zu Hause bleiben und dort Farbe beim Trocknen zugucken. Aber dafür kann mein Daddy ja nicht, der Dank gilt in diesem Fall Frau Holle, die ihre ranzigen und versifften Koppkissen malwieder aus dem Fenster wedeln und uns mit Schnee beglücken muss. Boaaah, nee. Irgendwann muss die doch auch mal in Rente gehen. Vielleicht dann, wenn die globale Erwärmung keine Modeerscheinung mehr, sondern bittere Realität ist…

S.J.

Kommentare:

  1. Steven, du bist ein sehr geiler Typ. Ich hoffe, du schaffst es aus diesem Talent noch mehr zu machen! :)

    Grüße aus Grimma

    Mirko Hauenstein

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  2. Steven,du hast viel Talent.Mach was draus.Alles Gute für dich.

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