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Mittwoch, 16. November 2011

Deutschland und die Welt...Teil 14

Spielt doch echt der Babbel für die Elftal…
Deutschland - Niederlande 3:0 (2:0)

Meine Herren, was war das denn für eine Galavorstellung unserer Équipe gegen die Holzbottenträger aus dem flachen Nachbarland? Sensationell, mitreißend oder wie die Dutchmen sagen: „Voetbal totaal“. Jogis Jungs spielten wie die Niederländer wollten, aber nicht konnten. Nun sei mal dahingestellt, ob es eine so einseitige Partie gewesen war,  weil die Oranje ihre Freundschaftsspiel-Einstellung mit nach Hamburg gebracht und ihren Siegeswillen, sowie Van der Vaart und Van Persie zu Hause ließen oder weil Klöschen, Müller und Co. einfach ein überragendes Spiel aufs Grün zauberten. Der parteiische und auch der neutrale Zuschauer kann jedem einzelnen Deutschen im Stadion eine klasse Leistung attestieren, ohne Ausnahmen – ohne Ausnahmen? Nicht ganz, denn ein Deutscher (mit ungarischen Wurzeln) schaffte es tatsächlich wieder leistungstechnisches Niveau-Limbo zu spielen: Béla Réthy. Dass man mal, weil man fast 70m vom Spielgeschehen entfernt, hoch oben auf der Medientribüne das Spiel verfolgt und im Alter von 55 Jahren die Sehstärke allmählich nachlässt, einen Spieler verwechselt, kein Problem. Das passiert. Dass die Stimme nicht unbedingt kompatibel mit meinem Gehör ist, kein Problem. Dafür kann er ja nicht. Dass er Hollands-Mittelfeldgenie Wesley Sneijder gern einbürgern möchte und das dem Zuschauer am TV-Gerät deutlich macht indem er regelmäßig „Schneider“ in sein Head-Set quakt. Okay, kann ich verstehen. Der Herr „Schneider“ ist auch ein geiler Kicker und ihm würde das Trikot mit der schwarzen Krähe auf der Brust sicher mindestens genauso gut stehen, wie das der Käseköppe. Aber, irgendjemand vom ZDF hätte ihm doch vor dem Spiel mal sagen müssen, dass der Niederländische Flügelstürmer Ryan Babel nichts mit dem aktuellen Hertha-Coach Markus Babbel zu tun hat! Entweder weiß der gute Mann nicht, dass im Deutschen Konsonanten mit anschließenden einfachen Mitlaut lang gesprochen werden, oder er ist sich sicher, dass Herr Babel ein Verwandter des Herrn Babbel ist. Dann allerdings weiß Béla Réthy wahrscheinlich mehr als die Beiden und deren Familien. Nun gut. Dass es aber noch schwächer geht zeigt der Reporter in der zweiten Halbzeit, als er aus dem Münchner Toni Kroos im Eifer des Gefechts „Kroose“ macht. Dass Réthy ein besonderer Fan des Lazio-Stürmers Klose ist, dürfte dem geneigten ZDF-Zuschauer nicht erst seit heute und seit dieser Vermixung von Kroos und Klose bekannt sein. Nun gut. Jeder hat ja seine Lieblingsspieler. 
Zu diesen dürfte beim Kommentator allerdings HSV-Spieler Dennis Aogo nicht gehören. Sicher hat der Linksverteidiger am Freitag in Kiew keine besonders gute Leistung gezeigt, doch die Worte mit denen Béla Réthy das dem Zuschauer näherbrachte („Aogo blieb am Freitag gegen die Ukraine größtenteils blass“) sind bei einem Nationalspieler mit dunkler Hautfarbe und bei der aktuellen Debatte um die rechte Szene in Deutschland, naja sagen wir mal so, unglücklich gewählt.
Ich möchte mich jetzt nicht auf Herrn Réthy einschießen, jedes Mal ist es ein Anderer der im Leistungsgefälle hinten runterfällt. Damals der Gomez, auch schon der Mertesacker oder Khedira. Doch heute kann ich mal mit keinem Spieler meckern, weil alle ganz gut, im Rahmen ihrer Möglichkeiten und keiner wirklich schlecht gespielt hat. Deshalb suche ich eben woanders Baustellen und Kritikpunkte, diesmal ist es eben der TV-Kommentar. Aber Béla, sei nicht traurig, du hast auch schon mal was richtig gesagt.

S.J.

Kommentare:

  1. Ich konnte dem auch nicht zu hören, der hat einen Schwachsinn geredet.

    Wieder mal ein ganz wichtiges Thema, danke, dass dus ansprichst!

    Weiter so!

    Grüße aus Nordhorn

    Alex Mehring

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  2. "Aber Béla, sei nicht traurig, du hast auch schon mal was richtig gesagt."

    na immerhin..ist ja nicht so, dass das sein job wäre xD

    grüße vom pekk-mac ;)

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